Orientieren Sie sich an den Druckvorgaben des Fahrzeugherstellers für Ihre Reifengröße und Beladung. Sie finden diese beispielsweise in der Betriebsanleitung, an der Fahrertür oder in der Tankklappe. Wir empfehlen eine Kontrolle möglichst alle zwei Wochen. Messen Sie vor der Fahrt an noch nicht warm gefahrenen Reifen und berücksichtigen Sie vor einer Urlaubsreise die Vorgaben für das beladene Fahrzeug. Zu niedriger Druck kann den Verschleiß und den Rollwiderstand erhöhen. Zu hoher Druck ist ebenfalls keine sinnvolle Sparmaßnahme, weil er eine ungleichmäßige Abnutzung begünstigen kann. Auch mit Reifendruckkontrollsystem sollten Sie regelmäßig selbst prüfen: Das System unterstützt Sie, ersetzt aber nicht die Kontrolle des korrekten Sollwerts.
Laufleistung von Sommerreifen
Sommerreifen halten je nach Modell und Einsatzbedingungen mehrere Zehntausend Kilometer. Wie groß die Unterschiede ausfallen, zeigt der ADAC-Sommerreifentest 2026 in der Dimension 225/50 R17: Die prognostizierten Laufleistungen reichen von 26.100 bis 57.800 Kilometern.
Welche Sommerreifen haben die höchste Laufleistung
Diese Modelle führen die Laufleistungswertung des Tests an:
| Sommerreifen | Prognostizierte Laufleistung | Gesamturteil |
|---|---|---|
| Goodyear EfficientGrip Performance 2 | 57.800 km | 2,3 (gut) |
| Michelin Primacy 5 | 56.000 km | 2,8 (befriedigend) |
| Bridgestone Turanza 6 | 55.600 km | 2,7 (befriedigend) |
| Pirelli Cinturato C3 | 48.600 km | 2,2 (gut) |
| BFGoodrich Advantage | 46.700 km | 3,0 (befriedigend) |
| Continental PremiumContact 7 | 44.700 km | 1,9 (gut) |
Goodyear verbindet die höchste Laufleistung mit einem guten Gesamturteil
Wenn Sie viele Kilometer zurücklegen, verdient der Goodyear EfficientGrip Performance 2 besondere Aufmerksamkeit. Er erreicht die höchste Laufleistungsprognose des Testfelds und zugleich ein gutes Gesamtergebnis. Aus diesen Ergebnissen lässt sich ableiten, dass er für Vielfahrer eine interessante Kombination aus Haltbarkeit und insgesamt guten Sicherheitseigenschaften bietet. Die Detailprüfung zeigt allerdings leichte Schwächen beim Aquaplaningverhalten und beim Nasshandling.
Der Michelin Primacy 5 und der Bridgestone Turanza 6 liegen bei der Kilometerprognose dicht hinter dem Goodyear. In der Fahrsicherheit erhalten sie jedoch jeweils nur eine befriedigende Bewertung. Beim Michelin fallen insbesondere Schwächen auf trockener Fahrbahn ins Gewicht; auch der Bridgestone überzeugt dort weniger, hinzu kommen bei beiden Einschränkungen auf nasser Straße. Ihre hohen Laufleistungen sollten Sie deshalb zusammen mit diesen Testergebnissen beurteilen.
Der BFGoodrich Advantage zählt ebenfalls zu den fünf ausdauerndsten Reifen dieser Testrunde. Seine Schwächen auf nasser Fahrbahn und das Gesamturteil 3,0 zeigen erneut, weshalb eine hohe Kilometerzahl allein für eine umfassende Empfehlung nicht genügt.
Den ersten Platz der Gesamtwertung belegt der Continental PremiumContact 7. Seine Fahrsicherheitsnote von 1,7 ist die beste im Test, bei einer Laufleistungsprognose von 44.700 Kilometern. Wenn Sie besonders viel Wert auf die geprüften Fahr- und Bremseigenschaften legen, ist dieses Ergebnis für Ihre Auswahl wesentlich.
Der Pirelli Cinturato C3 verbindet 48.600 prognostizierte Kilometer mit dem zweitbesten Gesamturteil von 2,2. Er bietet im Test gute Sicherheitseigenschaften sowohl auf trockener als auch auf nasser Fahrbahn und liegt bei der Laufleistung vor dem Continental. Für Ihre Vorauswahl ist er damit eine weitere Option, wenn Sie Haltbarkeit und Fahrsicherheit gemeinsam gewichten.
So erhöhen Sie die Laufleistung Ihrer Sommerreifen
Eine sorgfältige Nutzung hilft Ihnen, vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden.
Kontrollieren Sie den Reifendruck regelmäßig
Fahren Sie vorausschauend und gleichmäßig
Vermeiden Sie unnötig kräftiges Beschleunigen und starke Bremsmanöver, wenn es die Verkehrssituation zulässt. Mit ausreichend Abstand und frühzeitigem Reagieren können Sie viele abrupte Lastwechsel verhindern. Besonders bei drehmomentstarken Fahrzeugen lohnt sich ein bewusster Umgang mit dem Gaspedal. Wiederholte schnelle Ampelstarts können auch im Stadtverkehr deutlich am Profil zehren.
Tauschen Sie die Räder rechtzeitig achsweise
Die Reifen an Vorder- und Hinterachse nutzen sich häufig unterschiedlich schnell ab. Ein regelmäßiger Positionswechsel kann diese Unterschiede begrenzen. Nach 10.000 Kilometern ist ein guter Zeitpunkt. Voraussetzung ist, dass die Fahrzeug- und Montagevorgaben einen solchen Tausch erlauben. Beachten Sie insbesondere unterschiedliche Reifengrößen an den Achsen, eine vorgeschriebene Laufrichtung und die Empfehlungen in Ihrer Betriebsanleitung. Sind bereits deutliche Profilunterschiede vorhanden, gehören die Reifen mit dem besseren Profil auf die Hinterachse – auch bei Frontantrieb. Die Hinterräder tragen wesentlich zur Fahrstabilität bei. Ein regelmäßiger Tausch sollte solche Unterschiede möglichst früh verhindern; bei bereits ungleich abgefahrenen Reifen sollte die Werkstatt die geeignete Anordnung beurteilen. Bei Allradfahrzeugen sind zusätzlich die zulässigen Unterschiede der Abrollumfänge zu beachten.
Reagieren Sie auf ungleichmäßigen Verschleiß
Zieht Ihr Fahrzeug zur Seite, steht das Lenkrad bei Geradeausfahrt schief oder nutzt sich ein Reifen auffällig einseitig ab, sollten Sie die Achsgeometrie prüfen lassen. Fehler bei Spur oder Sturz können dazu führen, dass einzelne Bereiche der Lauffläche übermäßig beansprucht werden. Eine fachgerechte Korrektur hilft, einen vorzeitigen Reifenwechsel zu vermeiden. Auch Lenkradvibrationen oder ein ungewöhnlich lautes Abrollen verdienen Aufmerksamkeit. Dahinter können unter anderem Unwuchten oder unregelmäßige Verschleißbilder stecken. Lassen Sie die Ursache klären, statt allein anhand des sichtbaren Profils eine Diagnose zu stellen.
Überfahren Sie unvermeidbare Kanten langsam und möglichst rechtwinklig. Harte Stöße können den Reifen beschädigen; nach einem stärkeren Aufprall sollten Sie deshalb auf Schnitte, Risse und Beulen achten und Auffälligkeiten fachlich prüfen lassen. Ein äußerlich noch tiefes Profil sagt nichts darüber aus, ob die tragende Reifenstruktur unbeschädigt ist.
Lagern Sie Sommerreifen richtig
Wenn Sie im Winter einen anderen Reifensatz verwenden, lagern Sie Ihre Sommerreifen gereinigt und vollständig trocken an einem kühlen, dunklen Ort. Vermeiden Sie direkte Sonne sowie den Kontakt mit Ölen und Lösungsmitteln. Kompletträder können liegend oder hängend aufbewahrt werden; Reifen ohne Felgen lagern Sie stehend und drehen sie gelegentlich. Nutzen Sie das Ein- und Auslagern zugleich für eine Zustandskontrolle. Dokumentierte Profiltiefen und Radpositionen erleichtern es Ihnen und Ihrer Werkstatt, Veränderungen bis zur nächsten Saison zu erkennen und einen Ersatz rechtzeitig einzuplanen.
Wann gelten Sommerreifen als abgefahren?
- Zu geringe Profiltiefe: Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter: Nach 36 Absatz 3 StVZO muss das Hauptprofil in Deutschland am gesamten Reifenumfang mindestens 1,6 Millimeter tief sein. Gemeint sind die breiten Rillen im mittleren Bereich, der ungefähr drei Viertel der Laufflächenbreite umfasst. Unterschreitet das Hauptprofil diese Grenze an einer Stelle, dürfen Sie den Reifen im Straßenverkehr nicht weiterverwenden. Der Wechsel wird jedoch bereits bei 3 Millimetern empfohlen. Die Profilrillen nehmen Wasser auf und leiten es ab. Mit abnehmender Profiltiefe kann deshalb die Gefahr steigen, dass der Reifen auf einer Wasserschicht aufschwimmt und den Kontakt zur Fahrbahn verliert.
- Schlechter Zustand: Beulen an der Seitenwand oder tiefe Risse sind Gründe, einen Reifen auch mit ausreichendem Profil zu ersetzen. Wiederkehrender Luftverlust oder eine auffällige Veränderung des Fahrverhaltens sollten ebenfalls zeitnah geprüft werden. Die noch vorhandene Profiltiefe allein genügt nicht, um die weitere Verwendbarkeit zu beurteilen.
- Zu hohes Alter: Kalenderalter und Kilometerleistung entwickeln sich unabhängig voneinander. Die Gummimischung verändert sich auch bei wenig gefahrenen oder gelagerten Reifen; Witterung und Temperatur können diese Alterung beeinflussen. Deshalb ist ein älterer Reifen mit viel Restprofil nicht automatisch in gutem Zustand. Sommerreifen höchstens sechs bis acht Jahre alt sein. Maßgeblich dabei ist die Zeit seit der Herstellung.
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Bei uns bestellen Sie Sommerreifen versandkostenfrei und lassen sie wahlweise nach Hause oder direkt zur Werkstatt liefern. Passen Sie die Filter wie Reifengröße, Lastindex oder Geschwindigkeitsindex an, um passende Ergebnisse zu erhalten.
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Ihre häufig gestellten Fragen:
Sind 6 Jahre alte Sommerreifen noch gut?
Sechs Jahre alte Sommerreifen können noch verwendbar sein, wenn Sie auf ausreichendes Profil, einen einwandfreien Zustand und die Herstellervorgaben achten. Lassen Sie die Reifen fachlich prüfen; Michelin empfiehlt nach fünf Jahren Nutzung mindestens eine jährliche Kontrolle durch einen Fachbetrieb.
Wie viele Kilometer kann man mit Sommerreifen fahren?
Je nach Reifenmodell 26.100 bis 57.800 Kilometern oder bis zur Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Wie viele Kilometer Sie tatsächlich erreichen, hängt auch von Einsatz und Pflege ab; bei einem früheren Wechsel mit mehr Restprofil fällt die nutzbare Strecke entsprechend kürzer aus.
Wie oft sollte man Sommerreifen erneuern?
Erneuern Sie Ihre Sommerreifen abhängig von Verschleiß, Schäden und Alter; wir empfehlen einen Wechsel bei 3 Millimetern Restprofil und spätestens im Alter von sechs bis acht Jahren. Unterschreitet das Hauptprofil an einer Stelle 1,6 Millimeter oder ist der Reifen nicht mehr verkehrssicher, dürfen Sie ihn nicht weiterverwenden.
Was sind momentan die besten Sommerreifen?
Wenn Sie den ADAC-Sommerreifentest 2026 der Größe 225/50 R17 zugrunde legen, finden Sie Continental PremiumContact 7 mit der Note 1,9, Pirelli Cinturato (C3) mit 2,2 und Goodyear EfficientGrip Performance 2 mit 2,3 an der Spitze. Prüfen Sie vor dem Kauf die für Ihr Fahrzeug zugelassene Ausführung und die für Ihr Fahrprofil wichtigen Einzelbewertungen.
Kann man Sommerreifen mit 4 mm noch fahren?
Sie können Sommerreifen mit 4 Millimetern grundsätzlich weiterfahren, sofern die Reifen gleichmäßig ausreichend Profil aufweisen und weder Schäden noch ihr sonstiger Zustand dagegensprechen. Kontrollieren Sie die Profiltiefe regelmäßig und planen Sie Ihren Wechsel bereits bei 3 Millimetern, insbesondere mit Blick auf die Sicherheitsreserve bei Nässe.
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